Süddeutsche Zeitung: Stammzellen statt Gelenkprothese

Die meisten Menschen leiden im Laufe ihres Lebens unter Schmerzen in den Gelenken. Häufige Diagnosen sind Arthrose, Knorpeldefekt bzw. Chondropathie und Arthritis. Bisher endete dieser Leidensweg oft mit einer Gelenkprothese. Doch viele Patienten möchten ihr Gelenk behalten und dessen Funktionsfähigkeit verbessern.

Eine innovative Behandlungsmethode mit Stammzellen aus eigenem Körperfett kann dabei helfen: Diese speziellen Zellen spielen im Körper bei der Reparatur von Gewebe und der Heilung von Verletzungen eine zentrale Rolle. Der Arzt DDr. Karl-Georg Heinrich nutzt das Heilpotential der Stammzellen in seiner Praxis gezielt zur Behandlung schadhafter Gelenke. Seit mehr als zehn Jahren genießt die medizinische Einrichtung im Herzen Wiens internationales Vertrauen von Gelenkpatienten.

Wie können Stammzellen bei Gelenkproblemen helfen?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Anstatt Symptome von Gelenkschäden mit Schmerzmitteln zu unterdrücken, ist es ratsam, den Zustand der schadhaften Gelenke zu verbessern. Die regenerative Medizin setzt darauf, die natürlichen Gelenke wieder funktionsfähig zu machen, statt sie chirurgisch zu entfernen und Gelenkprothesen zu implantieren. Stammzellen aus dem körpereigenen Fettgewebe des Patienten haben sich in der Therapie von Gelenkproblemen bewährt.

Bei der Gelenkbehandlung mit Stammzellen nutzen wir gezielt einen körpereigenen Reparaturmechanismus.

DDr. Karl-Georg Heinrich, Arzt in Wien

Woher stammt das Wissen über den Nutzen von Stammzellen aus Körperfett?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Aus wissenschaftlichen Studien wissen wir, dass im Körperfett enthaltenen Stammzellen, sogenannten mesenchymalen Stammzellen, eine wesentliche Funktion bei körpereigenen Reparaturprozessen zukommt. Stammzellen tragen dazu bei, dass sich geschädigtes Gewebe regeneriert, Entzündungen zurückgehen, Wunden heilen und Schmerzen abklingen. Das Heilpotenzial der Stammzellen machen wir uns bei der Therapie von Gelenkschäden zunutze, indem wir diese speziellen Zellen gezielt zu den reparaturbedürftigen Gelenken transferieren.

Welche Gelenkprobleme lassen sich mit Stammzellen behandeln?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Schmerzen und Unbeweglichkeit der Gelenke sind meist Folgen von Arthrose, Abnützungen und Knorpelschäden. Sie treten häufig ist im Alter auf, aber Sportverletzungen können auch bereits in jungen Jahren zu Problemen mit den Gelenken führen. Seit mittlerweile mehr als zehn Jahren behandeln wir diese Leiden mit Stammzellen aus den körpereigenen Fettdepots der Patienten. Die Erfahrungen aus meiner Praxis entsprechen den positiven Ergebnissen klinischer Studien weltweit: Klingen infolge der Behandlung die Schmerzen ab und wird das Gelenk wieder beweglich, kann von einer Gelenkprothese abgesehen werden. Die Stammzellbehandlung eignet sich für alle Gelenke, also Knie- und Hüftgelenke, Gelenke der Schultern, Füße, Hände und Finger sowie die Wirbelsäule.

Trotz aller Fortschritte kann eine Prothese ein natürliches Gelenk nie
vollständig ersetzen.

DDr. Karl-Georg Heinrich, Arzt in Wien

Für wen eignet sich die Stammzellbehandlung? Ist eine Gelenkprothese immer unausweichlich?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Das Verschleißen der Gelenke ist ein laufender Prozess. Eine frühzeitige Behandlung ist deshalb besonders sinnvoll, um die Funktion der Gelenke zu erhalten und zu verbessern. Oft konsultieren uns Betroffene erst, wenn die Gelenke spürbar schmerzen und ein fortgeschrittenes Stadium der Arthrose vorliegt. Mit einer Stammzellbehandlung kann vielen dieser Patienten geholfen werden. Bei erfolgreichem Behandlungsverlauf wird das Gelenk wieder beweglich und eine künstliche Gelenkprothese erübrigt sind. Die Gelenkbehandlung mit Stammzellen eröffnet auch Patienten eine Therapieoption, bei denen eine Operation in Vollnarkose nicht infrage kommt.

Wie ist der Ablauf der Stammzellbehandlung?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Die Gelenkbehandlung mit Stammzellen erfolgt als schonender ambulanter Eingriff in örtlicher Betäubung. Dabei gewinnen wir die benötigten Stammzellen aus einer kleinen Menge Körperfett des Patienten und injizieren sie unmittelbar darauf bei den reparaturbedürftigen Gelenken bzw. der Wirbelsäule. Im Rahmen eines Behandlungstermins können auch mehrere Gelenke behandelt werden. Danach wird der Patient nach Hause entlassen. Das schonende Vorgehen erspart Patienten Vollnarkose und stationären Krankenhausaufenthalt.

Wann ist man nach der Behandlung wieder beweglich? Wie sieht es mit Sport aus?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Patienten können nach erfolgter Stammzellbehandlung sofort in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren und sind voll mobil. Als Nachsorge empfehlen wir individuell abgestimmte Schonung. Die bei herkömmlichen Prothesenoperationen übliche langwierige Rehabilitation entfällt. Mit der Beweglichkeit kehrt bei Betroffenen wieder die Lebensqualität zurück. An unseren Patienten sehen wir, dass nach der Behandlung mit Stammzellen sportliche Leistungen, etwa Schifahren oder Rennradfahren, möglich sein können.

Gibt es eine Altersgrenze für die Gelenkbehandlung mit Stammzellen?

DDr. Karl-Georg Heinrich: Bei allgemein stabilem Gesundheitszustand ist die Gelenkbehandlung mit Stammzellen in jedem Lebensalter möglich. Vielfach kommt in höherem Alter aus medizinischen Gründen eine Operation in Vollnarkose nicht mehr in Betracht oder Patienten wollen das damit verbundene Risiko vermeiden. Die Stammzellbehandlung eröffnet auch diesen Patienten eine Therapieoption und somit eine Chance auf bessere Beweglichkeit.

Vorteile der Stammzellbehandlung gegenüber Gelenkprothesen:

  • Ambulante Behandlung statt mehrtägiger Spitalsaufenthalt
  • Örtliche Betäubung statt Operation in Vollnarkose
  • Nachsorge zu Hause statt Aufenthalt im Rehazentrum
  • Natürliches Gelenk bleibt erhalten, anstatt es durch eine künstliche Prothese zu ersetzen

Kontakt und Terminvereinbarung:
Praxis DDr. Karl-Georg Heinrich
Landhausgasse 2 | A–1010 Wien, Österreich | Tel.: +43 1 532 18 01
info@ddrheinrich.com | www.ddrheinrich.com

Erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 07.03.2026.

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